Ein Welpe zieht ein und plötzlich steht alles Kopf: Drei Uhr nachts, Sie stehen barfuß in der Küche, während Ihre kleine Fellnase mit wackeligen Pfoten über die kalten Fliesen tapst und eine Pfütze hinterlässt. Zwischen Vorfreude, Schlafmangel und tausend Fragen hilft vor allem eins: gute Vorbereitung. In unserem Ratgeber finden Sie eine Checkliste, die wichtigsten Tipps für die Erstausstattung und die ersten Tage mit Welpen sowie alles rundum die Eingewöhnung.
Das gilt zu vor dem Einzug eines Welpen zu beachten
Bevor ihr neues Familienmitglied einzieht, lohnt sich ein Perspektivwechsel: Gehen Sie einmal auf allen Vieren durch Ihre Räume. Was Sie jetzt auf Augenhöhe sehen, wird Ihr Welpe als Erstes erkunden – und zwar mit den Zähnen. Stromkabel, Hausschuhe, Zimmerpflanzen und herumliegende Socken sind für einen neugierigen Junghund unwiderstehlich und teilweise gefährlich.
- Sichern Sie Kabel mit Kabelkanälen oder verlegen Sie sie hinter Möbel.
- Giftige Pflanzen wie Monstera, Efeu oder Weihnachtsstern gehören außer Reichweite – eine vollständige Liste finden Sie bei Ihrem Tierarzt.
- Verstauen Sie lose Gegenstände oder Kinderspielzeug an denen sich der Vierbeiner verschlucken kann.
- Putzmittel und Medikamente wandern in verschlossene Schränke. Hunde dürfen keine Schokolade fressen, daher verstauen Sie Süßigkeiten an einem sicheren Ort, wo Ihre Fellnase nicht rankommt. Und informieren Sie sich über weitere Lebensmittel, die ihr Hund nicht essen darf.
- Falls Sie bereits eine Katze haben, richten Sie ihr einen Rückzugsort ein, den der Welpe nicht erreichen kann.
- Legen Sie außerdem fest, welche Räume Ihr Hund betreten darf. Treppengitter an strategischen Stellen helfen, Bereiche abzugrenzen – und schützen gleichzeitig die noch weichen Gelenke vor zu frühem Treppensteigen.
- Wer ein Haus mit Garten hat, prüft zusätzlich den Zaun: Welpen passen durch erstaunlich kleine Lücken. Ein Spaltenmaß von fünf Zentimetern reicht manchen Rassen schon zum Durchschlüpfen.
- Gartenteiche oder Pools sollten Sie absichern, denn nicht jeder Welpe kann instinktiv schwimmen.

Ein Welpe zieht ein: Checkliste für die Vorbereitungen
Zwischen Vorfreude und Papierkram liegt eine ganze Menge Organisation. Gerade wenn es Ihr erster Hund ist, kann die Liste lang wirken. Aber jeden Punkt, den Sie vorab erledigen, spart Ihnen später Stress. Damit Sie nichts vergessen, haben wir alles zusammengestellt, was vor dem Einzug Ihres Welpen erledigt sein sollte.
- Tuch zum Welpen mitnehmen: Bitten Sie den Züchter oder das Tierheim ein paar Wochen vor dem Einzug ein Stoffstück bei der Mutterhündin oder dem kleinen Vierbeiner zu legen. Der vertraute Geruch wird die ersten Nächte nach Einzug enorm erleichtern.
- Urlaub einplanen: Nehmen Sie sich mindestens zwei Wochen frei, wenn Ihr Welpe einzieht. Er braucht in der Eingewöhnungszeit eine feste Bezugsperson, die durchgehend da ist.
- Erstausstattung besorgen, z. B. Schlafplatz, Näpfe, Welpenfutter, Geschirr, Leine, Transportbox, Kotbeutel und welpengerechte Kausnacks.
- Erste Autofahrt vorbereiten: Für die meisten Haustiere ist es die erste Autofahrt. Bringen Sie die Transportbox, ein Handtuch, Küchenpapier und Kotbeutel mit. Fahren Sie ruhig, planen Sie Pausen ein und lassen Sie eine zweite Person bei dem Hund sitzen und ihn beruhigen.
- Hundesteuer anmelden: Melden Sie Ihren Vierbeiner innerhalb der gesetzlichen Frist bei Ihrer Gemeinde oder Stadt an. Die Höhe variiert je nach Wohnort und liegt meist zwischen 50 und 200 Euro jährlich. Einige Kommunen verlangen die Anmeldung innerhalb von zwei Wochen nach Einzug.
- Sachkundenachweis prüfen: In Niedersachsen ist der Sachkundenachweis für alle Ersthundehalter Pflicht. Auch andere Bundesländer verlangen ihn für bestimmte Rassen oder ab einer gewissen Größe. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Gemeinde, ob und welchen Nachweis Sie brauchen, wenn ein Welpe einzieht.
- Hundehaftpflichtversicherung abschließen: In einigen Bundesländern Pflicht, grundsätzlich aber für jeden Halter sinnvoll. Schließen Sie sie vor dem Einzug ab, damit Ihr Vierbeiner vom ersten Tag an versichert ist. Eine Hunde-Krankenversicherung können Sie ergänzend abwägen.
- Tierarzttermin vereinbaren: Buchen Sie den Kennenlern-Termin für die erste Woche nach Einzug. So werden Impfstatus, Entwurmung und Gesundheitscheck zeitnah erledigt.
- Welpenschule suchen und anmelden: Gute Hundeschulen haben Wartelisten. Melden Sie sich frühzeitig an, damit der Kurs möglichst in den ersten Wochen starten kann. Achten Sie auf kleine Gruppen, positive Verstärkung und kontrolliertes Freilaufspiel.
- Hundebetreuung organisieren: Klären Sie frühzeitig, wer Ihren Welpen betreut, wenn der Urlaub vorbei ist. Hundesitter, Tagesbetreuung oder eine Absprache mit dem Arbeitgeber über Homeoffice-Tage. Ihr kleiner Vierbeiner sollte in den ersten Monaten nicht länger als zwei bis drei Stunden allein bleiben.
- Familien-Regeln besprechen: Klären Sie vorab mit allen Haushaltsmitgliedern: Darf der Hund aufs Sofa? Wer geht nachts raus? Welche Kommandos verwenden Sie einheitlich? Konsistenz ist das Fundament guter Welpenerziehung.

Erstausstattung für Welpen – das sollten sie vor dem Einzug parat haben
Die Versuchung ist groß, in der Vorfreude den halben Zoohandel leerzukaufen. Dabei braucht ein Welpe zum Start weniger Welpenzubehör, als Sie denken – nur das Richtige.
1. Schlafplatz: Hundebett oder Welpenbox?
Beides hat Vorzüge. Eine offene Welpenbox mit Decke bietet Ihrem Welpen einen höhlenartigen Rückzugsort und hilft später beim Allein-Bleiben-Training. Ein weiches Hundebett reicht ebenfalls. Achten Sie auf einen waschbaren Bezug und einen ruhigen, zugfreien Standort, von dem aus die Fellnase das Geschehen beobachten kann, ohne mittendrin zu sein.
2. Hundenäpfe
Ein Futter- und ein Wassernapf genügen. Edelstahl oder Keramik sind hygienischer als Plastik und lassen sich in der Spülmaschine reinigen. Der Napf sollte standfest sein, wenn er zu leicht ist, wandert dieser schnell quer durch die.
3. Welpenfutter
Fragen Sie den Züchter, welches Welpenfutter Ihr Hund bisher bekommen hat, und bleiben Sie in den ersten Tagen dabei. Eine Futterumstellung stresst den ohnehin aufgeregten Magen zusätzlich. Wenn Sie später wechseln möchten, mischen Sie das neue Futter über sieben bis zehn Tage schrittweise unter. Lesen Sie auch unseren Ratgeber zu einer guten Welpenernährung.
4. Leine und Geschirr für kleine Hunde
Ein leichtes, verstellbares Welpengeschirr sitzt sicherer und schonender als ein Halsband. Kombinieren Sie es mit einer zwei bis vier Meter langen Führleine für den Alltag. Auf Flexi-Leinen sollten Sie anfangs verzichten: Sie bieten wenig Kontrolle und vermitteln kein Gefühl für den Radius.

5. Kauen und Beschäftigung
Kauartikel für Welpen gehören von Tag eins zur Grundausstattung. Sie stillen das natürliche Kaubedürfnis, lenken von Möbelbeinen ab und unterstützen später den Zahnwechsel. Wählen Sie weiche, naturbelassene Snacks, die an Größe und Härte zum Welpen passen. Zu hartes Material kann die Milchzähne beschädigen.
6. Transport
Eine stabile Transportbox ist Pflicht fürs Auto und erleichtert später auch Tierarztbesuche und Reisen. Die Box sollte groß genug sein, dass Ihr Welpe sich hinstellen und umdrehen kann. Für die Fahrt vom Züchter legen Sie eine Decke und ein Handtuch hinein.
7. Pflege und Hygiene
Eine weiche Bürste und eine Zeckenzange decken den Anfangsbedarf ab. Gewöhnen Sie Ihren Hund früh ans Bürsten. Wer das Ritual von Anfang an positiv mit einem Leckerli verknüpft, hat später keine Probleme mit der Fellpflege. Enzymbasierte Reinigungsmittel für Missgeschicke drinnen neutralisieren Gerüche rückstandslos. Normale Haushaltsreiniger überdecken den Geruch hingegen nur für Ihre Nase, nicht für die Ihres kleinen Vierbeiners.
Ein Welpe zieht ein: Die ersten Tage und Nächte – so gelingt die Eingewöhnung
Der Abholtag ist für den kleinen Vierbeiner ein Bruch: Vertraute Gerüche, Geschwister, Mutterhündin – alles ist plötzlich weg. Geben Sie ihm Zeit, statt ihn mit Besuch, neuen Erlebnissen und Übungen zu überfluten. Die Devise für die ersten Tage lautet: Weniger ist mehr.
Bringen Sie ihn direkt nach der Ankunft an seinen Löseplatz im Garten oder vor der Haustür. Loben Sie ruhig, wenn er sich löst. Danach darf er in seinem Tempo die Wohnung erkunden. Lassen Sie Türen zu Räumen geschlossen, die er noch nicht kennenlernen soll, und begleiten Sie ihn still.
Ein mitgebrachtes Tuch, das nach der Mutter und den Geschwistern riecht, erleichtert die Umstellung.
Wo sollte der Welpe in der ersten Nacht schlafen?

Die erste Nacht entscheidet über den Grundton der nächsten Wochen. Die meisten Hundetrainer empfehlen, den Welpen in den ersten Nächten im Schlafzimmer schlafen zu lassen – in seiner Box oder auf seinem Hundebett neben Ihrem. Ihre Nähe gibt ihm Sicherheit und reduziert nächtliches Fiepen. Sobald er sich eingewöhnt hat, können Sie den Schlafplatz schrittweise an den endgültigen Ort verlagern.
Bis der Welpe die Nacht durchschläft, rechnen Sie damit, dass er nachts mehrmals raus muss. Eine Faustregel: Ein Welpe kann so viele Stunden einhalten, wie er Lebensmonate alt ist – plus eine Stunde. Ein zehn Wochen alter Hund schafft also etwa drei bis vier Stunden. Stellen Sie sich einen Wecker und tragen Sie ihn ruhig nach draußen, bevor er anfangen muss zu fiepen.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Die Eingewöhnungsphase ist individuell. Manche Hundewelpen laufen nach fünf Tagen entspannt durch die Wohnung, andere brauchen zwei oder mehr Wochen, bis sie sich sicher fühlen.
Rechnen Sie grob mit der Drei-Tage-Drei-Wochen-Drei-Monate-Regel: Nach drei Tagen orientiert sich Ihr Hund. Nach drei Wochen versteht er erste Routinen. Nach drei Monaten fühlt er sich wirklich zu Hause.
Das Allein-Bleiben üben Sie erst, wenn Ihr Welpe sich bei Ihnen sicher fühlt. Beginnen Sie mit kurzen Momenten: Gehen Sie ins Nebenzimmer, schließen Sie die Tür, kommen Sie nach 30 Sekunden ruhig zurück. Steigern Sie die Dauer über Tage und Wochen ganz langsam. Überspringen Sie keine Stufen – Trennungsangst lässt sich vorbeugen, aber nur schwer nachträglich korrigieren.
Wie wird ein Welpe stubenrein? Ein klarer Fahrplan
Stubenreinheit ist kein Erziehungstrick, sondern ein Reifungsprozess. Welpen können ihre Blase anfangs schlicht nicht kontrollieren. Ihre Aufgabe: Ihrem Hund so viele Gelegenheiten wie möglich geben, sich draußen zu lösen – und jedes Mal ruhig zu bestätigen.
Gehen Sie mit Ihrer kleinen Fellnase nach jedem Schlafen, Fressen, Spielen und ungefähr alle zwei Stunden raus. Immer an denselben Platz. Warten Sie geduldig, ohne zu spielen oder abzulenken. Löst er sich, loben Sie ihn ruhig und geben ein kleines Leckerli als Bestätigung.
Passiert drinnen ein Missgeschick, ignorieren Sie es. Schimpfen, Nase reinstecken oder bestrafen verzögert den Lernprozess, weil Ihr Junghund die Strafe nicht mit dem Pinkeln verknüpft, sondern mit Ihnen. Die meisten Vierbeiner sind mit 16 bis 20 Wochen tagsüber weitgehend stubenrein. Nachts kann es länger dauern. Rückschläge gehören dazu und sind kein Grund zur Sorge. Bleiben Sie konsequent und geduldig.
Welpe und Kinder, Katze oder als Zweithund – Regeln für das Zusammenleben
Kinder und Welpen das klingt nach Bilderbuch, braucht aber klare Spielregeln. Erklären Sie Ihren Kindern vor dem Einzug: Der Welpe ist kein Spielzeug. Er braucht Ruhepausen und darf beim Schlafen und Fressen nicht gestört werden.

Kinder sollten lernen, den kleinen Vierbeiner nicht hochzuheben, ihm nicht hinterherzurennen und ihn nicht zu bedrängen. Gemeinsames Spielen funktioniert am besten unter Aufsicht – so lernt Ihr Hund, dass Kinder etwas Positives sind, und Kinder lernen, die Körpersprache des Hundes zu lesen.
Lebt bereits eine Katze im Haushalt, beginnt die Vorbereitung Tage bevor ein Welpe einzieht: Tauschen Sie Decken aus, richten Sie Fluchtmöglichkeiten nach oben ein und planen Sie die erste Begegnung für einen ruhigen Moment an der Leine. Ausführliche Schritt-für-Schritt-Tipps finden Sie in unserem Ratgeber „Hund und Katze zusammenführen“.
Zieht der Welpe als Zweithund ein, gelten zusätzliche Regeln: Geben Sie dem Ersthund Vorrang bei Begrüßung, Futter und Aufmerksamkeit. Die Hierarchie muss sich natürlich entwickeln. Füttern Sie beide Hunde getrennt und geben Sie jedem seinen eigenen Schlaf- und Rückzugsplatz. Gemeinsame Spaziergänge auf neutralem Boden eignen sich besser zum Kennenlernen als das eigene Wohnzimmer.

Nach dem Einzug beginnt die Welpenerziehung
Die sogenannte Sozialisierungsphase dauert etwa bis zur 16. Lebenswoche und ist eine der prägendsten Phasen der Welpenentwicklung. In diesem Zeitfenster prägen sich Erfahrungen tief ein – positive wie negative. Nutzen Sie diese Wochen, um Ihren kleinen Vierbeiner behutsam mit möglichst vielen Alltagsreizen vertraut zu machen: andere Menschen, Hunde verschiedener Größen, Stadtgeräusche, Aufzüge, verschiedene Untergründe. Zwingen Sie ihn dabei zu nichts. Jede Erfahrung, die er freiwillig und positiv macht, stärkt sein Selbstvertrauen für das gesamte Hundeleben.
Eine gute Welpenschule unterstützt diesen Prozess enorm. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Gruppen klein sind, die Trainer mit positiver Verstärkung arbeiten und das Freilaufspiel kontrolliert abläuft.

Starten Sie zu Hause mit den Basics: Namenstraining, „Sitz“, „Hier“ und die Leineführigkeit trainieren. Kurze Trainingseinheiten von bis zu fünf Minuten reichen, denn Welpen haben eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne. Belohnen Sie erwünschtes Verhalten sofort mit Trainingsleckerlies (in Maßen!) und ignorieren Sie Unerwünschtes, wo es möglich ist. Clickertraining ist eine bewährte Methode, um erwünschtes Verhalten punktgenau zu markieren und zu verstärken.
Auch das Kaubedürfnis gehört zur frühen Erziehung. Bieten Sie Ihrem Welpen von Anfang an geeignete Kaumöglichkeiten an, denn Kauen ist für Hunde wichtig – und schützt zusätzlich Ihre Möbel.
Nach Einzug des Welpen: Tierarzt, Impfungen und Entwurmung
Vereinbaren Sie innerhalb der ersten Tage nach dem Einzug einen Kennenlern-Termin beim Tierarzt. Er prüft den allgemeinen Gesundheitszustand, kontrolliert den Impfpass und bespricht mit Ihnen den weiteren Impf- und Entwurmungsplan. Die meisten Welpen kommen mit einer Grundimmunisierung vom Züchter oder Tierschutz, die folgenden Auffrischungen liegen in Ihrer Verantwortung.
Die Grundimmunisierung umfasst in der Regel:
- Staupe
- Hepatitis
- Parvovirose
- Leptospirose (SHPPi+L)
Tollwut wird je nach Lebenssituation und Reiseplanung ergänzt. Diese Impfung darf jedoch frühstens ab der 12. Lebenswoche erfolgen, weshalb Welpen aus dem Ausland erst ab einem Alter von 15 Wochen nach Deutschland einreisen dürfen.
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) gibt aktuelle Empfehlungen, an denen sich Ihre Tierarztpraxis orientiert.
Zur Entwurmung empfehlen Tiermediziner und -medizinerinnen bei Welpen eine regelmäßige Behandlung alle zwei bis vier Wochen bis zum Alter von sechs Monaten. Danach richtet sich die Frequenz nach Lebensumständen: Ein Hund, der Mäusekadaver frisst, braucht häufigere Entwurmungen als einer, der nur auf befestigten Wegen spaziert.
Routinen aufbauen – für mehr Struktur im Alltag
Eine feste Routine für Futter, Gassi, Spiel und Ruhephasen gibt Ihrem neuen Mitbewohner Orientierung und nimmt ihm Unsicherheit. Planen Sie den Tag grob in wiederkehrende Blöcke: morgens raus, frühstücken, kurze Spielzeit, Ruhe. Mittags erneut raus, Futter, Ruhe. Nachmittags Spiel und Erkundung, abends die letzte Runde.
Faustregel für das Gassi gehen mit Hund: Pro Lebensmonat fünf Minuten Bewegung am Stück. Ein drei Monate alter Welpe braucht also etwa 15 Minuten. Zu lange Strecken belasten die noch wachsenden Gelenke und Knochen. Treppensteigen sollten Ihr Vierbeiner erst ab dem fünften bis sechsten Lebensmonat und nur in Maßen, es belastet die noch wachsenden Gelenke noch zu sehr. Tragen Sie Ihren Welpen die Treppe hinauf und hinunter, solange es möglich ist.
Unterschätzen Sie dabei nicht den Schlafbedarf. Welpen schlafen 18 bis 20 Stunden am Tag – das ist völlig normal. Wenn Ihr Vierbeiner nicht von selbst zur Ruhe kommt, helfen Sie ihm: Führen Sie ihn ruhig an seinen Platz, geben Sie ihn einen Kauknochen, an dem er entspannt nagen kann.
Der Anfang einer großen Freundschaft
Die ersten Wochen mit Welpe sind intensiv. Irgendwann werden Sie sich an die schlaflosen Nächte, die zerkauten Schnürsenkel und die Pfützen auf dem Teppich mit einem Lächeln erinnern. Was bleibt, ist das Fundament, das Sie jetzt legen: Vertrauen, Bindung, klare Strukturen. Ihr Welpe muss nicht perfekt funktionieren. Er muss sich bei Ihnen sicher und geliebt fühlen.
Und wenn er abends müde an Ihren Füßen liegt, den Kopf auf Ihre Hand bettet und zufrieden seufzt, wissen Sie: Es hat sich gelohnt. Viel Freude mit Ihrem neuen Familienmitglied – und genießen Sie jeden Moment dieser besonderen Zeit.
Hunde-Kausnacks Magazin


