Startseite | Hundeerziehung | Agility-Training mit dem Hund
© zelenka68 / Fotolia.com

Agility-Training mit dem Hund

« Spaß für agile Vierbeiner »

Sie möchten Ihren Hund körperlich fit halten und zugleich geistig fördern? Dann ist Agility-Training womöglich genau das Richtige für Sie und Ihren tierischen Freund! Dieser Hundesport zählt zu den Klassikern des Hundetrainings und fördert den Vierbeiner sowohl geistig als auch körperlich. Was sich hinter dieser Aktivität genau verbirgt und für wen sie sich eignet, erfahren Sie hier.

Was ist Agility eigentlich genau?

Dieser Hundesport stammt ursprünglich aus Großbritannien und hat sich in den 1980er-Jahren in Deutschland durchgesetzt. Mittlerweile ist das Hundetraining international etabliert und erfreut Hundebesitzer und Tiere auf der ganzen Welt.

Vorteile bei der Hundeerziehung?

Beim Agility-Training handelt es sich um eine gemeinsame Beschäftigung von Mensch und Hund, bei der ein Parcours aus verschiedenen Hindernissen überquert werden muss. Das Ziel ist, dass das Tier die Hürden möglichst fehlerfrei und in einer möglichst geringen Zeit bewältigt. Damit das gelingt, ist ein perfektes Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier erforderlich, denn Ihr Part ist es, Ihren tierischen Begleiter mit verschiedenen Kommandos durch den Parcours zu lotsen. Das erfordert Konzentration und Koordination vom Vierbeiner und Herrchen oder Frauchen arbeiten an ihrer Kondition.

Das Tier muss die Huerden moeglichst fehlerfrei bewaeltigt
© Eric / Fotolia.com

Denn je nach Länge der Strecke braucht es schon etwas Ausdauer, damit man einigermaßen Schritt hält. Nach erfolgreicher Bewältigung der Hindernisse warten auf den tierischen Athleten ein dickes Lob, ausgiebige Streicheleinheiten oder ein kleiner Hunde-Kausnack als Anerkennung.

Hirschfleisch-Rolls

Agility-Hundetraining ist mittlerweile so populär, dass regelmäßig verschiedene Wettkämpfe veranstaltet werden, die von regionalen Turnieren bis hin zur Weltmeisterschaft reichen.

Welche Hindernisse gibt es?

Ein Agility-Parcours kann vielfältig aufgebaut sein. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich danach, wie groß Ihr Haustier ist und in welcher Leistungsklasse er läuft. Zu den Grundelementen beim Hundetraining gehören jedoch folgende Hindernisse:

Hürden

Hier muss der Hund einfach rüber springen, ohne dass er die Stange berührt und abwirft. Die Stange kann in der Höhe variiert, um so an individuelle Fähigkeiten angepasst zu werden.

Wippe

Die Wippe erfordert vom tierischen Läufer Balance und Gelassenheit. Beliebter Fehler: In der Endzone wird sofort abgesprungen, was jedoch als Mangel gewertet wird. Der Vierbeiner muss vielmehr am Ende kurz stehen bleiben und dann sachte die Wippe verlassen.

Wippe beim Agility
© JuhaSa / Fotolia.com

Slalom

Ein anspruchsvolles Hindernis beim Agility, das viel Geschicklichkeit verlangt. Gestartet wird für gewöhnlich rechts von der ersten Stange.

Tunnel

Ebenfalls häufig vertreten ist der Tunnel, der einfach durchquert werden muss.

Für welche Hunde eignet sich das Agility-Training?

Hundesport für alle Größen

Grundsätzlich eignet sich dieses Hundetraining für alle Hunderassen und -größen, solange Interesse an dieser Sportart besteht. Sowohl sehr kleine als auch massige Hunde haben Spaß an diesem Training. Damit die Chancen bei Turnieren gleich verteilt sind, wird in drei Größenklassen eingeteilt – Mini, Midi, Maxi. Je nach Klasse können sich die verwendeten Hindernisse unterscheiden. Darüber hinaus starten ältere Hunde in einer eigenen „Senioren“-Kategorie. Außerdem gibt es die drei Leistungsklassen A1, A2 und A3.

Hundesport fuer alle Groessen
© deponte / Fotolia.com

Während es bei der Stufe A1 bereits reicht, die Begleithundeprüfung zu bestehen und einen Verhaltenstest abzulegen, erfordert der Aufstieg in die Kategorie A2 mehrere fehlerfreie Turnierläufe oder drei Platzierungen. A3 ist sozusagen die Königsklasse beim Agility. Die Parcours gestalten sich dementsprechend anspruchsvoll. Konstant gute Leistungen können hier das Sprungbrett sein, um an Meisterschaften teilzunehmen.

Körperliche Gesundheit sollte gegeben sein

Insbesondere gilt es, darauf zu achten, dass der Vierbeiner frei von Gelenkstörungen ist und keine Herzerkrankungen vorliegen. Ist dies der Fall, dann sollten Sie Agility, wenn überhaupt, nur ab und an als Training angehen. Auch für Welpen sollten die Hindernisse in den Parcours gelenkschonend und einfach zu meistern sein. Außerdem ist es ratsam, dass Ihr Hund zumindest die Grundkommandos beherrscht.

Was benötige ich für das Agility-Training?

Parcourselemente

Das Hundetraining wird in der Regel in einer Hundeschule durchgeführt, wo alle notwendigen Elemente bereitstehen. So können Sie dort mit einzelnen Hindernissen üben oder mit anderen Kursteilnehmern immer wieder neue Strecken gestalten. Beginnen Sie aber leicht und arbeiten Sie sich behutsam zu anspruchsvolleren Läufen vor. Natürlich können Sie auch zu Hause üben.

Tunnel als Teil des Parcours beim Agility
© Eric / Fotolia.com

Agility-Elemente wie Hürden und den Slalom können Sie kaufen oder einfach selbst mit Brettern und Holzpfählen basteln. Ebenso bildet ein kleiner Baumstamm eine adäquate Hürde. Ein großer Karton eignet sich ideal als Tunnelersatz, indem Sie einfach einen Eingang hineinschneiden.

Kleine Kausnacks als Belohnung

Hunde freuen sich riesig über eine kleine Anerkennung nach einem erfolgreichen Lauf. Deswegen sollten Sie stets Ihre Wertschätzung zeigen, wenn Ihr Liebling eine tolle Leistung erbracht hat. Während des Trainings greifen Sie am besten auf kleinere Hundesnacks bzw. auf Hundeleckerlis wie Trainingssnacks zurück.

Trainings-Cookies Wildfleisch

Ist es für einen Tag genug mit dem Hundesport, dann können Sie Ihr Haustier zum Ausruhen ins Körbchen schicken und einen voluminösen Kauartikel geben, an dem er etwas länger rumknabbert. Dafür bietet sich etwa eine Rinderferse oder ein knuspriger Kauknochen an.

Rinderferse mit Sehne

Wenn Ihr Hund etwas Speck angesetzt hat, dann sollte ein Kauartikel jedoch nicht fetthaltig an.

Blue Wittling

Zum Glück gibt es verschiedene Hundesnacks für übergewichtige Hunde. Fisch, Lamm oder Pferd gehören zu den kalorienärmeren Fleischsorten.

Worauf es beim Agility-Training zu achten gilt

Das Wichtigste beim Hundetraining ist, dass alle Beteiligten Spaß daran haben. Daher ist es ratsam, dem Vierbeiner mit äußerst viel Geduld und Einfühlungsvermögen entgegenzukommen. Die Arbeit mit positiver Verstärkung hat sich bestens bewährt. Zusätzlich ist es ratsam, die Parcourshindernisse immer wieder abzuändern, da Ihr sportlicher Begleiter sich sonst an die vorhandenen Hürden gewöhnt und sie automatisiert abläuft. Außerdem ist es geistig stimulierend, wenn sich der Vierbeiner immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber sieht.

Wirkt Ihr Begleiter bereits müde und erschöpft, sollten Sie ihn nicht überfordern, sondern das Training beenden. Dadurch stellen Sie sicher, dass Motivation und Spaß erhalten bleiben!

Wichtig: Zwingen Sie Ihr Haustier nicht. Auch Hunde haben individuelle Interessen und nicht jedes Tier mag Agility. Wenn Sie merken, dass Ihre Fellnase allzu unmotiviert durch den Parcours trottet und eine Hürde nach der anderen herunter reißt, sollten Sie überlegen, ob es besser wäre, beim Hundetraining umzuschwenken. Immerhin stehen etliche weitere Methoden wie Obedience, Longieren und Mantrailing zur Verfügung.

Gut für Tier und Mensch

Die positiven Aspekte des Agility-Trainings liegen auf der Hand: Ihr Haustier wird körperlich sowie geistig gefördert und zugleich stärkt es die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Agility ist gut fuer Tier und Mensch
© lightpoet / Fotolia.com

Mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Leckerlis sowie Kausnacks als Belohnung halten Sie die Motivation Ihres Vierbeiners aufrecht und können diese sportliche Aktivität sowohl zu Hause als auch in einer Hundeschule durchführen.