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Beliebtesten Hunderassen: Die Top 10

Ein Blick ins Wartezimmer beim Tierarzt, auf die Hundewiese oder durch die Nachbarschaft zeigt es deutlich: Deutschland ist ein Land der Hundeliebhaber. Doch welche Hunderassen erobern derzeit die Herzen der Deutschen? Die Antwort liefert die aktuelle TASSO-Statistik – und sie hält einige Überraschungen bereit. Ob treuer Familienhund, quirliger Begleiter oder sportlicher Partner: Jede Rasse auf dieser Ranking-Liste hat ihren ganz eigenen Charme. Wir stellen Ihnen die zehn beliebtesten Hunderassen vor und verraten, was sie so besonders macht.

Das verrät die TASSO-Statistik über Deutschlands Hunde

Seit Jahren erfasst TASSO e.V. als Europas größtes Haustierregister, welche Hunderassen am häufigsten registriert werden. Diese Zahlen spiegeln wider, welche Vierbeiner tatsächlich in deutschen Haushalten leben – und nicht nur, welche Hunderassen gerade im Trend liegen.

Die Statistik von 2025 zeigt ein vertrautes Bild an der Spitze: Mischlinge und Labrador Retriever behaupten ihre Positionen. Doch TASSO-Leiter Philip McCreight mahnt zur Vorsicht, wenn einzelne Hunderassen plötzlich zum Trend werden. Denn wo die Nachfrage steigt, wittern unseriöse Händler ihre Chance. Die breite Vielfalt der Hunderassen sei aus Tierschutzsicht deshalb begrüßenswert.

Eines verbindet alle Hunde auf dieser Ranking-Liste: Sie verdienen liebevolle Besitzer, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und die wissen, dass ein Hund mehr braucht als nur Futter und ein Dach über dem Kopf. Er braucht Beschäftigung, gesunde Ernährung inklusive artgerechter Kauartikel für seine Zahnpflege und vor allem: Zeit und Zuneigung.

Welche Hunderassen sind die beliebtesten? Die aktuelle Top 10 in Deutschland

Von der treuen Promenadenmischung bis zum Rassehund: Die aktuelle TASSO-Hitliste zeigt, welche Vierbeiner in deutschen Wohnzimmern, Gärten und Herzen zu Hause sind. Dabei bestätigt sich der Trend, der Tierschutzorganisationen freut: Die Vielfalt bleibt groß, einzelne „Moderassen“ dominieren aktuell nicht. Lernen Sie die derzeit zehn beliebtesten Hunderassen Deutschlands kennen.

Platz 1: Der Mischling

Mischlinge sind auf Platz 1 der beliebtesten Hunderassen Deutschlands
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Jahr für Jahr unangefochten an der Spitze: Der Mischling ist und bleibt Deutschlands Nummer eins der beliebtesten Hunderassen. Und das aus gutem Grund. Jeder Mischling ist ein Unikat. Mit seinem ganz eigenen Aussehen, Charakter und Temperament. Viele Mischlinge stammen aus dem Tierschutz und bringen eine bewegende Geschichte mit.

Gesundheitlich profitieren Mischlinge oft vom sogenannten „Heterosis-Effekt“: Die genetische Vielfalt kann sie robuster machen als reinrassige Hunde. Als Familienhund eignen sie sich je nach Herkunft und Prägung hervorragend – hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Vorgeschichte.

Platz 2: Labrador Retriever

Labrador Retriever auf Platz 2 der beliebtesten Hunderassen
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Der Labrador Retriever ist der Inbegriff des gutmütigen Familienhundes. Seine Geduld mit Kindern, seine Lernfreude und sein ausgeglichenes Wesen machen ihn zum perfekten Begleiter für aktive Familien. Ursprünglich als Apportierhund gezüchtet, liebt er das Wasser und braucht reichlich Bewegung.

Labradore neigen allerdings zu Übergewicht. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung und kalorienarme Leckerchen als Belohnung beim Training.

Platz 3: Golden Retriever

Golden Retriever gehört zur beliebtesten Hunderasse in Deutschland
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Der Golden Retriever teilt viele Eigenschaften mit seinem Cousin, dem Labrador: freundlich, geduldig und unglaublich menschenbezogen. Sein goldenes Fell und sein sanfter Blick haben schon so manches Herz erobert. Als Therapie- und Assistenzhund leistet er weltweit wertvolle Dienste.

Für Familien mit Kindern ist der Golden Retriever eine ausgezeichnete Wahl – vorausgesetzt, Sie haben Platz und Zeit für ausgedehnte Spaziergänge und regelmäßige Fellpflege.

Platz 4: Deutscher Schäferhund

Deutscher Schaeferhund mit Welpen zählt zu den beliebtesten Rassen
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Der Deutsche Schäferhund verkörpert wie kaum eine andere Hunderasse Treue und Arbeitswillen. Als Polizei-, Rettungs- und Schutzhund ist er weltweit im Einsatz. In der Familie zeigt er sich loyal und wachsam, und nimmt seine Aufgabe als Beschützer ernst.

Diese Rasse braucht konsequente Erziehung und geistige Auslastung. Agility-Training oder Fährtenarbeit sind ideal, um seinen Arbeitseifer zu kanalisieren. Als Familienhund eignet er sich für erfahrene Halter, die seine Bedürfnisse verstehen.

Platz 5: Chihuahua

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Der kleinste Hund der Welt hat einen erstaunlich großen Charakter. Chihuahuas sind selbstbewusst, anhänglich und überraschend mutig. Trotz ihrer geringen Größe brauchen sie eine konsequente Erziehung, sonst übernehmen sie gerne das Kommando.

Für Singles und Paare in kleineren Wohnungen kann der Chihuahua ein passender Begleiter sein. Familien mit sehr kleinen Kindern sollten bedenken, dass die zierlichen Hunde verletzungsanfällig sind. Und unser Tipp: Kauartikel für kleine Hunde sorgen für artgerechte Beschäftigung.

Platz 6: Französische Bulldogge

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Mit ihren markanten Fledermausohren und dem kompakten Körperbau hat die Französische Bulldogge eine treue Fangemeinde und gehört damit ins Ranking der beliebtesten Hunderassen Deutschlands. Sie ist unkompliziert, verspielt und passt sich gut an das Stadtleben an.

Wichtig zu wissen: Viele Französische Bulldoggen leiden unter zuchtbedingten Atemproblemen. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf seriöse Züchter, die auf Gesundheit statt auf extreme Merkmale setzen. Der Tierschutz TASSO e.V. warnt ausdrücklich vor Qualzucht.

Platz 7: Australian Shepherd

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Der Australian Shepherd ist nichts für Couchpotatoes. Dieser intelligente Hütehund braucht täglich mehrere Stunden körperliche und geistige Beschäftigung. Wird er artgerecht ausgelastet, ist er ein treuer, fröhlicher Begleiter mit einem unvergleichlichen Arbeitseifer.

Für aktive Familien, die gerne wandern, joggen oder Hundesport betreiben, ist der Aussie ein Traumpartner. Ohne ausreichende Auslastung kann er jedoch Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

Platz 8: Dackel

Der Dackel – oder Teckel, wie Jäger ihn nennen – hat seinen eignen Kopf und Willen. Hinter dem niedlichen Erscheinungsbild steckt ein mutiger Jagdhund mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Sein Eigensinn ist legendär, doch wer seine Persönlichkeit schätzt, gewinnt einen loyalen Freund.

Dackel sind für ihre Rückenprobleme bekannt: Treppensteigen und Sprünge sollte das kleine Tier tunlichst vermeiden. Als Familienhund kann er gut funktionieren, wenn Kinder respektvoll mit ihm umgehen und seinen Dickkopf sowie seine Sturheit akzeptieren und lieben lernen.

Platz 9: Jack Russell Terrier

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Klein, schnell und unermüdlich: Der Jack Russell Terrier ist ein Wirbelwind auf vier Pfoten. Ursprünglich für die Fuchsjagd gezüchtet, steckt in ihm wohl mehr Energie als im größten Hund der Welt. Er ist clever, lernfreudig und braucht konsequente Führung.

Für sportliche Menschen, die einen aktiven kleinen Hund suchen, ist der Jack Russell ideal. In ruhigen Haushalten oder bei unerfahrenen Haltern kann sein Temperament zur Herausforderung werden. Unser Tipp: Hochwertige, leckere Trainingsleckerlies können bei der Erziehung angenehm unterstützen.

Platz 10: Zwergpudel

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Der Pudel gehört zu den intelligentesten Hunderassen überhaupt – und der Zwergpudel macht da keine Ausnahme. Sein gelocktes Fell haart kaum und macht ihn für Allergiker interessant, erfordert aber regelmäßige Pflege.

Zwergpudel sind fröhlich, lernwillig und eignen sich hervorragend für Familien, Senioren und Ersthundehalter. Ihr elegantes Auftreten täuscht über ihre Robustheit hinweg, denn sie sind alles andere als Schoßhunde und lieben ausgedehnte Spaziergänge.

Warum Sie beim Hundekauf genau hinsehen sollten

Die Beliebtheit bestimmter Rassen hat eine Schattenseite: den illegalen Welpenhandel. Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes wurden allein 2024 mindestens 224 Fälle von illegalem Heimtierhandel dokumentiert – mit fast 1.000 betroffenen Tieren, darunter 515 Hunde.

Besonders betroffen sind beliebte Hunderassen wie Zwergspitze, Malteser und Französische Bulldoggen. Die Tiere stammen oft aus osteuropäischen Vermehrerstationen, sind viel zu jung, ungeimpft und häufig schwer krank. Rumänien ist seit neun Jahren in Folge das häufigste Herkunftsland.

Die Konsequenzen tragen nicht nur die Käufer – hohe Tierarztkosten, emotionale Belastung, im schlimmsten Fall der Tod des Welpen –, sondern auch deutsche Tierheime, die beschlagnahmte Tiere aufnehmen und versorgen müssen.

Unser Rat: Kaufen Sie niemals einen Welpen aus dem Kofferraum, von dubiosen Online-Anzeigen oder zu Schnäppchenpreisen. Besuchen Sie den Züchter persönlich, lernen Sie die Mutterhündin kennen und lassen Sie sich Gesundheitsnachweise zeigen. Noch besser: Schauen Sie zuerst im Tierheim vorbei. Dort warten viele wunderbare Hunde – Mischlinge und Rassehunde – auf eine zweite Chance.

Ihr lieber Begleiter wartet

Ob Labrador oder Dackel, Chihuahua oder Schäferhund: Jede dieser Hunderassen hat ihren ganz eigenen Zauber. Entscheidend ist nicht, welcher Hund gerade im Trend liegt, sondern welcher Vierbeiner zu Ihrem Leben passt. Informieren Sie sich gründlich, nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung und bereiten Sie sich gut vor.

Ein Hund bereichert das Leben auf eine Weise, die schwer in Worte zu fassen ist. Er bringt Freude, Struktur und bedingungslose Zuneigung. Er motiviert zu Spaziergängen bei Wind und Wetter und lehrt uns, im Moment zu leben. Was auch immer Ihre Wahl sein wird: Ihre Fellnase wird es Ihnen mit wedelnder Rute, treuen Augen und einer Liebe danken, die niemals vergeht.