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Tipps für Dog Frisbee

« Discdogging richtig gemacht »

Sind Sie auf der Suche nach einer Alternative zum üblichen Ballspiel? Dann ist womöglich Dog Frisbee genau das Richtige für Sie! Das Spiel mit der Wurfscheibe sieht zwar einfach aus, ist aber in Wahrheit ein anspruchsvoller Hundesport.

Geschichte und Herkunft von Dog Frisbee

Discdogging, wie Dog Frisbee ebenfalls genannt wird, stammt wie Flyball ursprünglich aus Amerika, wo es in den 70er Jahren zum ersten Mal in Erscheinung trat. Als Urvater dieses Hundesports gilt Alex Stein. Dieser hatte zuvor seinen Whippet-Rüden Ashley bereits auf das Fangen und Apportieren der Frisbeescheibe trainiert und hatte nun vor, das Können seines Haustieres der Welt zu zeigen. Dies machte Stein am 5. August 1974 während eines Baseball-Meisterschaftsspiels. In der Pause ging er mit seinem Vierbeiner auf das Feld und führte eine Show auf, die für Begeisterung sorgte – aber hinterher auch für seine Festnahme. Allerdings waren Alex Stein und sein Hund danach landesweit bekannt und traten immer wieder im Fernsehen auf. Dog Frisbee fand enorm viel Zuspruch, sodass sich der Sport in kürzester Zeit verbreitet hat. Heute ist Discdogging nicht nur eine beliebte Freizeitbeschäftigung, sondern auch auf der Wettkampfebene etabliert.

Für welche Hunde eignet sich Discdogging?

Im Prinzip können sich Tiere aller Größen oder Rassen am Spiel mit der Wurfscheibe erfreuen. Welpen und Junghunde sollten jedoch darauf verzichten. Da beim Dog Frisbee viel gesprungen wird, werden entsprechend die Gelenke belastet. Gerade im Wachstum können Knochen und Gelenke eventuell beschädigt werden. Ähnliches gilt für sehr alte Fellnasen oder bei vorherrschenden Hüft- und Gelenkproblemen.

Was wird benötigt?

Benötigt werden spezielle Frisbees, die dezidiert für diesen Hundesport entwickelt wurden. Sie zeichnen sich zunächst dadurch aus, dass sie keinerlei Kanten haben und nicht zu schwer sind. Immerhin sollte der Vierbeiner die Scheibe problemlos fangen können, ohne sich daran zu verletzen. Ebenso ist es empfehlenswert, auf Exemplare aus Plastik zu verzichten, da diese splittern könnten. Besser ist es, Wurfscheiben aus Naturgummi zu wählen, denn diese sind nicht zu hart und biegsam. Ebenso wichtig ist es, die Größe der Scheibe passend zum jeweiligen Tier zu wählen. Achten Sie auf jeden Fall auch auf den Verschleiß der Frisbee und tauschen Sie diese regelmäßig aus.

Um das Gebiss des Hundes zu schonen gibt es spezielle Discs
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Auf was muss man sonst noch achten?

Sie können Dog Frisbee sowohl auf eigene Faust lernen oder aber eine Hundeschule besuchen. Letztere bringt den Vorteil mit sich, dass dort sowohl Mensch als auch Tier den richtigen Umgang mit der Wurfscheibe erlernen. Natürlich spricht nichts dagegen, das Hundetraining selbstständig durchzuführen. Allerdings ist es wichtig, dass Sie hierbei einige Faktoren berücksichtigen: In erster Linie sollten Sie das richtige Werfen erlernen. Am besten bieten sich Trockenübungen an, die Sie entweder alleine oder mit einem menschlichen Partner durchführen. Des Weiteren sollte Ihr Haustier vor dem Training etwa drei Stunden lang nichts gefressen haben. Andernfalls könnte es sich durch das viele Springen übergeben oder gar eine Magendrehung erleiden. Vor dem Training sollte sich Ihr Hund ausgiebig aufwärmen. Hierfür bieten sich Fang- oder Laufspiele an. Auch der Standort sollte einige Voraussetzungen erfüllen: Der Boden sollte möglichst weich und nicht zu hart sein. Ein stabiler Grasboden ist ideal, da dieser relativ weich ist und gut federt. Wichtig ist jedoch, dass der Boden frei von Löchern oder Maulwurfshügeln ist.

Wichtig ist, dass der Hund aufgewärmt und die Umgebung sicher ist
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Dog Frisbee lernen – die ersten Schritte

Zunächst müssen Sie Ihren tierischen Freund mit der Wurfdisc vertraut machen, und ihm beibringen, dass er diese schnappen und beißen darf. Nehmen Sie die Wurfscheibe und halten Sie sie in Augenhöhe Ihrer Fellnase. Bewegen Sie nun die Scheibe spielerisch wie eine Beute hin und her und locken Sie Ihren Hund zum Zuschnappen. Wenn er die Disc schnappt, loben Sie ihn ausgiebig! Nachdem Ihr Vierbeiner nun mit dem Gegenstand vertraut ist, muss er lernen, diesen zu fangen und zu apportieren. Hierfür hat sich der sogenannte „Roller“ bewährt, ein Grundwurf bei dem die Scheibe über das Gras hinwegrollt. Nehmen Sie die Scheibe in die Wurfhand und platzieren Sie vier Finger auf den Innenrand und den Daumen auf die Oberseite. Drehen Sie nun Ihr Handgelenk um 90 Grad, sodass Sie auf die senkrechte Frisbeescheibe schauen. Jetzt rollen Sie Ihr Handgelenk aus, sodass die Scheibe den nötigen Schwung erhält und in etwa ein bis zwei Metern auf dem Boden landet. Im Idealfall läuft Ihr Haustier direkt hinterher und apportiert sie zurück. Im nächsten Schritt können Sie ihm beibringen, das Spielzeug aus der Luft zu fangen. Arbeiten Sie am besten mit positiver Bestärkung. Dazu bieten sich kleine Hundekausnacks und Leckerlis an. Wie wäre es zum Beispiel mit Mini-Würstchen?

Kaninchenohren mit Fell Endloswürstchen Rind

Wie lernen Hunde das Fangen?

Am besten gelingt das Fangenlernen, indem Ihr Haustier zu Beginn die Scheibe auf Kommando schnappt. Gehen Sie hierfür in die Hocke, halten Sie die Wurfscheibe waagerecht und an der Rückseite fest. Strecken Sie nun den Arm aus, locken Sie Ihren tierischen Freund und geben Sie ihm das Kommando „Nimm“. Im Idealfall schnappt er sich die Frisbee, wofür Sie ihn natürlich ausgiebig belohnen. Ist der Vierbeiner damit bereits vertraut, können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen und den sogenannten „Floater“ üben. Bleiben Sie in der Hocke und halten die Wurfscheibe wieder waagerecht. Der Daumen ist hierbei auf der Oberseite, wohingegen die Finger in den Rand auf der Unterseite greifen. Nun werfen Sie die Frisbeescheibe vor sich in die Höhe, sodass diese fast an derselben Stelle gerade absinkt. Ihre Fellnase lernt dadurch, die Disc aus der Luft zu fangen und bekommt gleichzeitig ein Gefühl für das Timing. Nachdem Ihr Hund mit dieser Übung vertraut ist, können Sie die Entfernung nun Schritt für Schritt erhöhen, indem Sie die Wurfscheibe wie üblich werfen. Beachten Sie jedoch stets, dass das Einschätzen der Flugbahn Übung erfordert und in der Regel nicht von heute auf morgen erlernt wird. Wenn alles sitzt, dann stehen beim Dog Frisbee viele unterhaltsame Stunden bevor.

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Dog Frisbee sieht leicht aus, ist aber anspruchsvoll!

Frisbee spielen möchte gelernt sein – sowohl von Vier- als auch Zweibeinern. Denn das richtige Werfen als auch das Fangen erfordert Übung und wird am besten Schritt für Schritt gelernt. Aber sowohl das Training als auch der Hundesport selbst macht vielen Tieren Spaß. Versuchen Sie es ruhig selbst.