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Hund beschäftigen

« Kausnacks als wunderbare Abwechslung »

Hunde sind anspruchsvolle Tiere und gehören zu den verspieltesten Geschöpfen der Welt. Sie brauchen entsprechend Aufmerksamkeit und sinnvolle Möglichkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben. Dabei sollen Körper und Geist gleichermaßen gefordert und gefördert werden. Wenn Sie Ihren Vierbeiner beschäftigen möchten, dann stehen etliche Optionen offen. Auch das Kauen auf Hundesnacks bietet sich als tolle Beschäftigung an. Gleichzeitig lassen sich Kausnacks als Motivatoren bei etlichen Beschäftigungen verwenden.

Das Haustier beschäftigen – aber wie?

Zu den unbestreitbaren Klassikern der Hundespiele gehören Ball- und Frisbeespiele. Welcher Vierbeiner freut sich nicht darüber, wenn er einem geworfenen Gegenstand hinterherjagen darf? Darüber hinaus besuchen viele Hundehalter eine Hundeschule, wo sie ausgiebig Agility, Obedience oder Longieren trainieren. Hier können sich die Tiere geistig und körperlich betätigen und werden ausgeglichener. Entsprechend Übungen lassen sich zudem ganz einfach daheim wiederholen, um den Hund optimal zu beschäftigen. Doch nicht immer bleibt Zeit für Hundetraining und Hundespiele und Herrchen und Frauchen müssen auch mal weg, ohne dass der beste Freund des Menschen mit kann. Manchmal muss sich unser vierbeiniger Freund selbstständig beschäftigen. Dafür bieten sich entsprechende Kausnacks prima an.

Warum sind Kauartikel empfehlenswert?

Kausnacks sprechen ein ursprüngliches Bedürfnis der Vierbeiner an. Denn schon von der Welpenzeit an beißen sie gerne auf allen möglichen Gegenständen herum. Häufig mussten schon Socken, Schuhe oder schöne Kissen daran glauben. Um das zu vermeiden, verfüttern Sie einfach einen leckeren Hundesnack, an dem die Fellnasen nach Lust und Laune herumnagen können. Das baut Stress ab, wirkt sich positiv auf die Tierpsyche aus und bringt darüber hinaus noch gesundheitliche Vorteile für die Zahnhygiene mit sich. Denn Zahnstein wird durch das Kauen effektiv abgerieben. Außerdem wird die Zahnmuskulatur gestärkt. Kauartikel mit Fell haben zudem eine reinigende Wirkung auf das Darminnere.

Ziegen-Hautstreifen mit Fell Rinderkopfhaut mit Fell

Mit Kausnacks den Hund beschäftigen – ideal als Belohnung bei Spiel und Training

Hundesnacks stellen allerdings nicht nur für sich alleine eine tolle Beschäftigung für Ihr Haustier dar. Sie eignen sich hervorragend als Belohnung beim Spielen und Hundetraining. Gerade kleine Snacks und Hundeleckerlis wie zum Beispiel Trainings-Cookies lassen sich praktisch in der Hosen- oder Jackentasche verstauen und sind mit einem kurzen Griff zur Hand. Training und Spiel gehen häufig Hand in Hand und lassen sich ganzheitlich in der Hundeerziehung anwenden. Dafür stehen sehr viele Möglichkeiten für die geistige und physische Betätigung zur Verfügung.

Trainings-Cookies Kängurufleisch Trainings-Cookies Lachsfleisch

Hundetraining und -spiele: Abwechslung heißt die Devise

Spiele im Freien für besonders aktive Tiere

Beschäftigen mit Ballspielen und Dummy-Training

Unsere Vierbeiner lieben es, sich zu bewegen und sich auszutoben. Bei Spaziergängen ist es daher ratsam, gemeinsam mit Ihrem Haustier immer wieder neue Gebiete zu erkunden. Denn das ist nicht nur besonders aufregend, sondern es powert den Fellträger zugleich aus, da er die neuen Eindrücke verarbeiten muss. Viele Hunde lieben zudem das Apportieren von Gegenständen, wie beispielsweise eines Balles oder eines Kong. Diese Beschäftigung können Sie abwechslungsreicher gestalten, indem Sie ihn den Ball zunächst holen lassen und dann mit ihm darum „raufen“. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, das Spielzeug im Freien zu verstecken und es Ihren tierischen Begleiter anschließend suchen lassen.

Ballspielen ist ein gutes Training für Hunde
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Eine interessante Variante stellt das Dummy-Training dar. Dabei werden kleine Leckerlis im Dummy versteckt, der dann geworfen und vom Vierbeiner apportiert wird. Der bringt den Dummy, nimmt brav die Sitzposition ein und darf sich dann aus der Tasche bedienen.

Für Schnüffelnasen: Suchspiele und Mantrailing

Den Hund beschäftigen und den Spürsinn des Tieres schulen – Suchspiele sind bei vielen Fellnasen sehr beliebt. Sie können in unmittelbarer Nähe kleine Leckerchen verstecken, die Ihr vierbeiniger Freund suchen muss oder vielleicht sogar Mantrailing durchführen, wenn Sie in Ihrer Nähe weitläufige Wiesen- und Waldgebiete haben. Beim Mantrailing versteckt sich eine Person und hinterlässt ein Gegenstand von sich – etwa eine Socke. Das Tier schnüffelt daran und hat die Aufgabe, die verstecke Person zu finden. Wurde diese ausfindig gemacht, dann wartet als Belohnung ein besonders knackiger Kauartikel. Sie sollten bei dieser Übungseinheit allerdings immer in der Nähe der Schüffelnase bleiben und entsprechend an einer sehr langen ausziehbaren Leine führen.

Kaustange aus Pferdehaut Kauröllchen aus Rinderhaut

Der Klassiker im Hundetraining: Agility

Jeder kenn diesen klassischen Hundesport, der vor allem in Hundeschulen praktiziert wird. Beim Agility führen Sie Ihren Vierbeiner durch einen Parcours, der in der Schwierigkeit variieren kann. Das Tier springt über Hürden, durchläuft Tunnel oder balanciert über Brücken. Absolute Konzentration ist hier gefordert und als Belohnung wartet ein Kausnack. Auch daheim können Sie Ihren Hund damit beschäftigen, denn einige Parcours-Hindernisse wie Hürden oder Tunnel finden auch im Garten Platz und können mit viel Kreativität zudem selbst gebaut werden.

Tierisch starke Denkspiele – ideal für zu Hause

Mit Denk- und Geschicklichkeitsspielen beschäftigen Sie Ihren Hund auf abwechslungsreiche Weise. Durchführen lassen sich solche Übungen auch in der Wohnung. Eine einfache, aber effektive Methode, um den Vierbeiner körperlich als auch geistig auszupowern, ist es, Hütchenspiele vorzubereiten. Stellen Sie beispielsweise vier Gefäße auf und legen Sie unter einem ein Leckerli oder einen anderen kleinen Hundesnack. Ihr Haustier hat nun die Aufgabe, das Leckerchen zu finden und muss die Hütchen anheben. Es gibt verschiedene Spielvarianten, die auch darauf aufbauen, dass kleine Schubladen herausgezogen oder Klappen mit der Nase angehoben werden müssen. Anfangs wird sich der Hund noch recht unbeholfen anstellen, doch je häufiger Sie ihn mit diesen Spielen beschäftigen, desto zielgerichteter wird er nach den Kausnacks suchen.

 Endloswürstchen aus Schweinefleisch Schweineohrenmuscheln

Natürlich sollten Sie mit Ihrem tierischen Freund auch immer wieder Kommandos üben und neue Befehle beibringen. Das erfordert viel Geduld. Wenn ein Kommando sitzt, dann dürfen sich Laprador, Pudel und Co. über einen besonders großen Kauartikel vom Schwein, Rind oder einer anderen beliebten Fleischsorte freuen.

Was gibt es bei Kauartikeln zu beachten?

Grundsätzlich ist es ratsam, immer hochwertiges Fleisch zu verfüttern. Idealerweise greifen Sie zu naturbelassenen Kausnacks, welche frei von Zusatzstoffen sind. Denn je weniger Chemie sie beinhalten, desto gesünder sind sie!

Getrockneter RinderpansenZudem sollten Sie immer auf die passende Größe der Snacks achten und sie je nach Tiergröße bzw. Rasse wählen. Welpen sowie ältere Tiere können ebenfalls problemlos mit Knabbereien verwöhnt werden, jedoch sollten Sie hierfür weichere Exemplare, wie beispielsweise getrockneten Pansen verfüttern. Sie können Ihrem Haustier in der Regel mehrmals wöchentlich Kauartikel anbieten, sollten jedoch die Ration des Hundefutters dementsprechend reduzieren, um Übergewicht zu vermeiden.

Hundetraining und Hundespiele – die richtige Menge macht es aus

Wenn Sie Ihren Hund beschäftigen, dann sollten Sie zuerst herausfinden, worauf Ihr Haustier am besten anspringt. Denn nicht jedes Tier lässt sich gleichermaßen für bestimmte Spiele und Übungen begeistern und mit Zwang kommen Sie überhaupt nicht weiter. Erkennen Sie die Stärken Ihres vierbeinigen Freundes und fördern Sie seine Fähigkeiten. Kausnacks stellen dabei wirksame positive Verstärker beim Training dar und nach einem erlebnisreichen Sparziergang mit viel Spiel und Spaß  freut sich der beste Freund des Menschen, wenn er es sich in seinem Korb gemütlich machen und einen knackigen Kauartikel verspeisen kann.

Wichtig ist: Übertreiben Sie es mit dem Beschäftigen nicht und überfordern Sie Ihren Hund nicht. Gerade mit kleinen Tieren und Welpen sollte behutsam begonnen werden.