« Wie Sie die Wartezeit für Ihren tierischen Liebling verkürzen »
Die eigene Fellnase hin und wieder allein zu lassen, ist für die meisten Hundehalter unvermeidbar: ob Sie zum Einkaufen, zur Arbeit oder zu Freunden fahren. Leider bedeutet das Alleinsein für viele Vierbeiner Stress. Sie wissen nichts mit sich anzufangen, vermissen und suchen ihre Bezugspersonen. In schlimmen Fällen nagen sie vor Verzweiflung Möbel und Schuhe an, jaulen viel oder bellen in einer Tour. Um die Belastung für Ihren Vierbeiner, sich selbst und auch Ihre Nachbarn auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Sie versuchen, die Zeit Ihrer Abwesenheit für ihn positiv zu gestalten. Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten Ihren Hund beschäftigen, wenn er alleine ist.
Kausnacks als artgerechte und beruhigende Ablenkung
Knabbern zählt zu den natürlichen Verhaltensweisen von Hunden. Instinktiv schnappen sie sich daher harte Gegenstände und kauen darauf herum. Das hat viele Vorteile: Es säubert Zähne und Zahnfleisch, beugt der Bildung von Zahnstein und Karies vor und stärkt die Kiefermuskulatur. Kauartikel mit Fell haben zudem eine reinigende Wirkung auf das Darminnere.
Daher stellt es nicht nur eine artgerechte Beschäftigung dar, sondern kann die Wartezeit Ihres Hundes deutlich angenehmer gestalten. Am besten funktioniert die Beschäftigung mit langlebigen Kausnacks. Denn anders als Spielzeuge schmecken sie dazu noch unglaublich gut.
Kauknochen
Der unbestreitbare Klassiker unter den lang anhaltenden Kauartikeln ist der Kauknochen. Es gibt ihn in verschiedenen Sorten, diversen Größen und sogar lecker gefüllt. Sowohl Allergiker als auch Diabetiker oder übergewichtige Hunde kommen dank des großen Angebotes voll auf ihre Kosten. Schließlich sind die Knochen zwar reich an Protein, insgesamt aber kalorienarm.
Kaugeweihe und -hörner
Ebenso nährstoffreich sind Kaugeweihe. Die naturbelassenen Leckereien tragen zum Beispiel viel Calcium in sich, das zahlreiche Körperfunktionen positiv beeinflusst. Obendrein gelten Kauhörner als besonders hypoallergen, sodass ernährungssensible Vierbeiner sie ebenso gut vertragen. Auch diese Kausnacks gibt es in mehreren Größen – damit eignen sie sich für jede Hunderasse.
Kauwurzeln
Eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan Ihrer Fellnase bringen Kauwurzeln. Hierbei handelt es sich um besonders harte Pflanzenteile, die sich durch eine hohe Formbeständigkeit auszeichnen und damit selbst Hunden mit einer kräftigen Kiefermuskulatur lange standhalten. Kauwurzeln sind frei von Zucker und künstlichen Zusätzen, fett- und kalorienarm.

Kleine Leckerchen für clevere Spielchen
Alternativ beschäftigen Sie Ihren tierischen Freund eine Weile mit kleinen Leckerchen und fordern ihn gleichzeitig geistig. Am einfachsten gelingt dies mit einem Futterdummy: einem Spielzeug, das Sie mit Snacks bestücken. Ihr Hund hat dann die Aufgabe, diesen so zu drehen oder festzuhalten, dass er an die Leckereien gelangt. Je nach Form und Größe des Spielzeugs kann das einiges an Zeit in Anspruch nehmen.
Abgesehen davon können Sie Suchspiele für Ihre Fellnase vorbereiten. Bevor Sie die Wohnung verlassen, verstecken Sie Taler, Mini-Würstchen oder Cookies an den verschiedensten Orten, zum Beispiel unter Decken oder Kleidungsstücken, in Schubladen und hinter Klappen. Hat Ihr tierischer Liebling währenddessen Zugang zum Garten, weiten Sie die Suche einfach dorthin aus.
Die feine Spürnase wird Ihren Hund genau zu den Verstecken führen. Dort angekommen, muss er sich Strategien überlegen, wie er an die Leckereien gelangt. Das fordert ihn nicht nur geistig, sondern macht auch noch viel Spaß. So können Sie Ihren Hund beschäftigen, wenn er alleine ist.
Damit Ihr Vierbeiner jedoch nicht während der Suche die halbe Einrichtung auseinandernimmt, ist es ratsam, die Suchspiele im Vorfeld gemeinsam zu trainieren – vor allem dann, wenn spezielle Klappen geöffnet werden sollen.
Trainingssnacks und Co.
Handliche Leckerchen sind nicht nur optimal für die Belohnung zwischendurch. Die kleinen Trainingssnacks lassen sich auch hervorragend verstecken. Darüber hinaus schafft die Sortenvielfalt immer wieder neue Anreize zum Suchen. Naturbelassene Happen sind zudem gesund und weisen häufig einen geringen Kalorienwert auf, sodass Sie sie selbst übergewichtigen Tieren sorglos anbieten. Für Allergiker greifen Sie überdies einfach zu sensitiven Sorten.
Besonderes Spielzeug für den Hund, wenn er alleine ist
Abgesehen von unwiderstehlichen Snacks gibt es eine weitere Idee, wie Sie Ihren Hund beschäftigen, wenn er alleine ist: Mit Spielzeug! Hierzu bieten sich Ihnen zahlreiche Möglichkeiten: von klassischen Stoff- und Quietschtieren, über interaktive Gegenstände, bis hin zu Intelligenzspielen. Besonders beliebt sind Taue oder Bälle zum Ziehen, die Sie einfach mit einem Saugnapf befestigen oder an der Wand montieren.
Schließlich müssen die richtigen Klappen geschoben oder Knöpfe gedrückt werden, um an die Snacks zu kommen. Die passende Taktik zu finden, kann dabei sehr anspruchsvoll sein.
Ein ganz besonderes Spielzeug stellt der Schnüffelteppich dar. Viele Stofflagen übereinander gestalten die Leckerlisuche aufregend und abwechslungsreich. Das trainiert die Nasenarbeit von Hunden ungemein. Neben Snacks können Sie zudem mehrere Gerüche auf die verschiedenen Areale sprühen. So hat Ihr Vierbeiner immer wieder etwas Neues zu entdecken und die Zeit bis zu Ihrer Wiederkehr vergeht wie im Fluge.

Welpe richtig beschäftigen, wenn er alleine zu Hause ist
Im Vergleich zu adulten Tieren lassen Hundehalter ihre Welpen in der Regel viel seltener und deutlich kürzer allein. Schließlich müssen die kleinen Fellnasen erst langsam daran gewöhnt werden.
Damit das Alleinsein für das junge Familienmitglied gleich von Beginn an eine positive Erfahrung wird, die der Hund mit ins Erwachsenenalter nimmt, sollten Sie es währenddessen artgerecht beschäftigen.
Selbstverständlich können Sie auch hier auf Kauhörner und Co. sowie Spielzeuge zurückgreifen. Allerdings gilt es, unbedingt auf alters- und größengerechte Leckereien und Gegenstände zu achten. Denn bei Welpen besteht ein hohes Risiko, sich an kleinen oder splitternden Dingen zu verschlucken. Gerade in den ersten Monaten sind zudem Wackelbretter interessant, mit denen Ihr Hund seinen Gleichgewichtssinn spielerisch trainieren kann.
Hundebeschäftigung beruhigt, baut Stress ab und macht glücklich!
Um Stress sowohl für Ihre Fellnase als auch Sie selbst zu vermeiden, sollten Sie Ihren Hund beschäftigen, wenn er alleine ist. Und zwar ausreichend. Spannende Spielzeuge oder anspruchsvolle Kauartikel lenken ab und beruhigen. Im besten Fall verbindet er das Alleinsein dann sogar mit etwas Positivem und Sie können ihn ganz beruhigt ein paar Stunden unbetreut zu Hause lassen. Welche Hundebeschäftigung für Ihren tierischen Liebling am besten funktioniert, wenn er allein ist, finden Sie am besten durch Ausprobieren heraus. Obendrein sollten Sie immer mal etwas Neues anbieten, damit ihm nicht langweilig wird.
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