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Dogscooting

« Was hat es mit dem Zughundesport auf sich? »

Hunde benötigen viel Bewegung, weshalb immer mehr Hundehalter auf der Suche nach einem passenden Hundesport sind. Eine sehr beliebte Sportart ist das sogenannte Dogscooting, ein Zughundesport, bei dem Mensch und Tier zusammenarbeiten müssen. Wir verraten Ihnen alle wissenswerten Informationen rund um diesen Hundesport und geben Ihnen hilfreiche Tipps für den Einstieg!

Dogscooting ist ideal für sportliche Hund-Mensch-Teams

Dogscooting ist ein Zughundesport, bei dem ein bis zwei Hunde mit einer speziellen Leine mit einem Roller verbunden werden. Der Zweibeiner steht hierbei auf dem Roller und gibt bei Bedarf Kommandos, um die Richtung anzusagen. Für den Hund ist die Sportart äußerst fordernd: Zum einen, weil er den Hunderoller samt Besitzer ziehen muss und zum anderen, weil die Fahrten sehr oft auch über Feld- und Waldwege führen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass sowohl Zwei- als auch Vierbeiner gewisse Voraussetzungen erfüllen, um sich diesem Hundesport zu widmen.

Dogscooting
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Für welche Hunde eignet sich Dogscooting?

Der Hundesport eignet sich in erster Linie für bewegungsfreudige Tiere, die keinerlei gesundheitliche Einschränkungen haben. Auch in Bezug auf die Rasse gelten hier einige Empfehlungen: Besonders gut geeignet ist die Hundesportart für große Hunderassen, wie beispielsweise Husky oder Malamute. Weniger empfehlenswert ist sie hingegen für sehr kleine Rassen, wie Malteser, Dackel oder Französische Bulldogge. Generell sollten die Tiere ein Mindestgewicht von 18 bis 20 Kilogramm haben, da Hunde in etwa das Vierfache ihres eigenen Gewichts ziehen können. Demnach hätte ein sehr kleiner Vierbeiner äußerst große Schwierigkeiten, den Roller samt Mensch zu ziehen. Auch das Alter ist für diesen Sport zu berücksichtigen, denn die Fellnasen sollten frühestens mit dem Training beginnen, nachdem sie ihr Wachstum abgeschlossen haben. Das nötige Equipment können Sie natürlich schon davor besorgen.

Hund sitzt, er ist an einen Dogscooter gekoppelt
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Was zeichnet einen guten Dogscooter aus?

Das Hauptutensil beim Dogscooting ist das Gefährt, nämlich der sogenannte Dogscooter. Dieser unterscheidet sich von gewöhnlichen Tretrollern vor allem in der Trittbrettgröße, die beim Dogscooter deutlich größer ausfällt und ausreichend Platz für zwei Füße bietet. Im Idealfall ist der Hunderoller zudem mit einem verlängerten Gabelschaft in Kombination mit einem steilen Vorbau und gekröpften Lenker ausgestattet. Denn diese Merkmale sorgen für eine aufrechte Körperhaltung. In Bezug auf die Reifen ist ein geringer Rollwiderstand wünschenswert. Für die Bremsen kommen unterschiedliche Modelle in Frage: Altbewährt und günstig ist eine Shimano Felgenbremse, die ähnlich wie bei Fahrrädern funktioniert. Auch eine Hydraulische Scheibenbremse, die mit den Fingern betätigt wird oder eine Rollenbremse eignen sich. Ein hochwertiger Hunderoller ist aber noch nicht alles, was für diesen Hundesport benötigt wird.

Dogscooting
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Welches Equipment wird noch benötigt?

Neben dem Scooter ist vor allem eine spezielle Leine wichtig, mit der der Vierbeiner mit dem Dogscooter verbunden wird. Hierfür eignen sich am besten eine Jöringleine, die mit einem Rückdämpfer ausgestattet und im angeleinten Zustand nicht länger als 2,5 Meter ist. Jöringleinen gibt es sowohl in Einzel- als auch in Doppelführung, sodass Sie zwei Fellnasen zur selben Zeit an den Roller anhängen können. Ein weiteres essenzielles Utensil ist eine Bikeantenne, die die Leine über das Vorderrad führt und dadurch Verwicklungen bei durchhängender Leine und Kurvenfahrten hindert. Auch das Brustgeschirr sollte gut gewählt sein, denn für diesen Sport eignen sich vor allem Kurz- und Renngeschirre. Falls Ihre Fahrt über steinige oder mit Schotter bedeckte Wege führt, können Sie Ihren tierischen Freund zudem mit Hundeschuhen ausstatten. Auch der Hundehalter sollte entsprechend ausgerüstet sein, wobei in der Regel eine Schutzausrüstung sowie trittfestes Schuhwerk ausreichend sind.

Dogscooting mit zwei Hunden
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Einstieg in das Dogscooting

Bevor Sie direkt gemeinsam mit Ihrem tierischen Freund Roller-Touren starten, sollten Sie ihn zunächst von einem Tierarzt durchchecken lassen. Dadurch wird sichergestellt, dass seine Gelenke und Organe sowie Herz und Lunge in Ordnung und keinerlei gesundheitlichen Beschwerden vorhanden sind. Sofern Ihr Tierarzt sein Okay gibt, können Sie Ihren tierischen Begleiter zunächst mit dem Zuggeschirr und der Leine sowie dem Dogscooter vertraut machen. Lassen Sie ihn in Ruhe an den Gegenständen schnuppern und belohnen Sie sein Interesse mit einem Leckerli.

Endloswürstchen Rind

Ebenso ist es ratsam, dass Sie Ihrem Vierbeiner bestimmte Kommandos lernen. Hierzu zählen vor allem richtungsweisende Kommandos wie „rechts“ und „links“, aber auch Start- und Haltekommandos sowie „Zieh“ und „Langsam“. Diese Kommandos sind essenziell für das Dogscooting, da sie eine sichere Fortbewegung im Freien gewährleisten. Falls Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihrem Haustier die Kommandos beibringen können, empfiehlt sich der Besuch einer Hundeschule. Viele Einrichtungen bieten mittlerweile Kurse und Workshops an, die Sie bestens auf diese Hundesportart mit Ihrem vierbeinigen Freund vorbereiten!

Mann gibt seinem Hund ein Leckerli
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Wie gestaltet sich das Training?

Für das Hundetraining ist es grundsätzlich ratsam, eine weitere Person hinzuziehen. Im Idealfall findet es mit einem ausgebildeten Trainer statt, denn dadurch lassen sich mögliche Fehler vermeiden und frühzeitig ausmerzen. Alternativ können Sie natürlich eine zweite Person aus Ihrem Umfeld bitten, Ihnen beim Training zu helfen.

Mann rennt mit seinem Hund
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Legen Sie Ihrem tierischen Freund zunächst das Zuggeschirr an und befestigen Sie ihn mit der Leine an dem Dogscooter. Stellen Sie sich nun auf das Trittbrett, während die andere Person Ihren Hund animiert, den Roller zu ziehen. Die meisten Fellnasen lassen sich sehr gut mit Leckerlis oder kleinen Kausnacks anlocken. Deswegen ist es ratsam, auch für dieses Training ein paar Trainingshäppchen zur Hand zu haben. Wenn Ihr Hund beginnt, den Roller zu ziehen, soll er natürlich ausgiebig gelobt und belohnt werden. Die positive Verstärkung hilft dabei, den Vierbeiner zu motivieren und kann sich positiv auf den Lernfortschritt auswirken. Die meisten Tiere müssen erst lernen, dass sie ziehen dürfen. Immerhin ist dieses Verhalten im Normalfall eher unerwünscht und bei den Tieren auch genauso eingeprägt.

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Hat Ihr vierbeiniger Freund hingegen verstanden, dass er nun ziehen darf und sogar soll, können Sie Ihre ersten Dogscooting-Fahrten planen. Beginnen Sie anfangs mit kurzen Distanzen und steigern sie die Entfernung immer mehr. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr vierbeiniger Begleiter die Roller-Tour auch schafft und nicht überfordert wird. Nehmen Sie am besten auch immer etwas Trinkwasser mit, damit Ihr er nicht dehydriert, und planen Sie ausreichend Pausen ein. Auf diese Weise bleibt der Spaß an der gemeinsamen Aktivität im Vordergrund – sowohl für Sie als auch für Ihren Hund.