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Dogdancing für Anfänger

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Sie suchen nach einer neuen Herausforderung für das Hundetraining? Dann wagen Sie doch einfach mal ein Tänzchen mit Ihrem Vierbeiner. Ja, Sie haben richtig gehört: Dogdancing ist ein innovativer Hundesport, der Ihr Haustier gleichermaßen fordert und fördert. Legen Sie sofort los! Sie können noch heute die ersten Tanzschritte einstudieren. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit hilfreichen Trainingstipps.

was ist Dogdancing überhaupt?

„Tanzen mit dem Hund“ ist eine relativ junge Sportart, die aus dem Obedience-Bereich stammt. Entwickelt wurde sie Anfang der 90er-Jahre in Großbritannien. Mittlerweile ist Dogdancing ein weltweit anerkannter Hundesport, der sogar in Turnierform ausgetragen wird. Praktiziert werden zwei unterschiedliche Arten:

  1. Heelwork to Music (Fußarbeit mit musikalischer Begleitung)
  2. Freestyle-Dogdance (kreative Tanzschritte und Tricks, die taktgenau zu einem beliebigen Musikstück vorgeführt werden)
Tanzen mit dem Hund? Warum nicht!
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Beide Varianten versprechen viel Vergnügen für bewegungsfreudige Hunde und ihre Halter. Wer seinen vierbeinigen Freund sowohl körperlich als auch geistig optimal auslasten möchte, sollte regelmäßig das Tanzbein mit ihm schwingen.

Ein spannender Hundesport für kleine und große Vierbeiner

Das Schönste an dieser Sportart ist, dass sie sich für Hunde aller Rassen und Größen eignet. Chihuahuas und Terrier, aber auch Australian Shepherds, Retriever sowie viele weitere Hunderassen haben gleichermaßen Spaß am Dogdancing-Training. Fordern Sie Ihren Liebling also ruhig zu einem Tänzchen auf, um ihn sinnvoll zu beschäftigen.

Gehorsamkeitstraining – erst wird gelernt und dann getanzt

Sie haben sich bereits dazu entschlossen, dass Sie Dogdancing ausprobieren möchten? Diese Entscheidung werden Sie bestimmt nicht bereuen! Bevor Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie jedoch sicherstellen, dass Ihr Vierbeiner folgende Kommandos einwandfrei beherrscht:

  • Sitz
    Vor dem Tanzen sollten die Tiere die gängigen Befehle beherrschen
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  • Platz
  • Bleib
  • Bei Fuß

Auch auf Rückrufe muss er rasch und zuverlässig reagieren. Wenn Ihr tierischer Freund diese Grundvoraussetzungen mitbringt, können Sie sofort damit beginnen, ihn zu einem vierbeinigen Tänzer auszubilden. Gerne verraten wir Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Trainieren Sie mit Leckerlis, Ruhe und viel Geduld

Dogdancing ist ein anspruchsvoller Hundesport, der Ihrem Vierbeiner höchste Konzentration abverlangt. Achten Sie deshalb darauf, ihn nicht zu überfordern. Folgende Ratschläge sollten Sie im Rahmen des Trainings stets beherzigen, damit Ihr Haustier nicht die Freude am Tanzen verliert:

  • Üben Sie nie länger als zehn bis fünfzehn Minuten am Stück
  • Legen Sie ausreichend lange Erholungspausen ein
  • Bleiben Sie ruhig und geduldig, wenn eine Übung nicht auf Anhieb klappt
  • Arbeiten Sie ausnahmslos mit positiver Bestärkung, aber niemals mit Druck oder Zwang
  • Setzen Sie Leckerlis als Anreiz und zur Belohnung ein (wir empfehlen kleine und weiche Kausnacks wie Mini-Würstchen oder Hundepralinen)
  • Beginnen und beenden Sie das Tanztraining stets mit einem Erfolgserlebnis für Ihren Hund

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Dogdancing für Anfänger – die ersten Trainingsschritte

Beim Freestyle-Dogdance ist grundsätzlich alles erlaubt, was Ihnen und Ihrem Vierbeiner gefällt – ob Sprünge, Drehungen oder spektakuläre Tricks. Um Ihnen den Trainingsstart zu erleichtern, möchten wir Ihnen dennoch drei einfache Übungen vorstellen:

Watch – schau mich an

Nehmen Sie ein Leckerchen in die Hand und geben Sie das Kommando „Bei Fuß“. Wenn er folgsam neben Ihnen sitzt, führen Sie die Hand, in der Sie das Leckerchen halten, langsam und gut sichtbar zu Ihrem Gesicht. Die Augen des Hundes werden der Route des Leckerlis gebannt folgen. Sagen Sie „Watch“, sobald Ihnen Ihr Haustier direkt ins Gesicht blickt. Dann erhält er unverzüglich seine Belohnung. Das Kommando „Watch“ ist nicht nur beim Dogdancing-Training hilfreich. Nutzen Sie es immer dann, wenn Sie Blickkontakt mit Ihrem Hund herstellen und seine volle Aufmerksamkeit gewinnen möchten – auf Spaziergängen, in der Hundeschule sowie in weiteren Alltagssituationen.

Ansehen ist der erste Schritt für das Training
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Twist – Drehung um die eigene Achse

Bei diesem Hundetrick dreht sich Ihre Fellnase einmal um die eigene Achse. Und so wird der Trick einstudiert: Stellen Sie sich vor das Tier und nehmen Sie ein Leckerli in die Hand. Führen Sie nun die Hand, die das Leckerchen hält, langsam um Ihren Hund herum. Selbstverständlich wird die Fellnase versuchen, sich das Leckerli zu schnappen. Hierfür muss er zunächst seinen Kopf und dann den gesamten Körper in Bewegung setzen. Im Idealfall vollführt er eine komplette Drehung. Wahrscheinlich sind einige Versuche notwendig, bevor das Drehen um die eigene Achse zügig funktioniert. Erst dann sollten Sie beim Dogdancing das Kommando „Twist“ einführen und die Hilfe per Hundeleckerli schrittweise abbauen. Später ist es möglich, den Schwierigkeitsgrad der Übung weiter zu steigern, indem Sie Ihrem Liebling „Twist links“ (Drehbewegung nach links) und „Twist rechts“ (Drehbewegung nach rechts) beibringen.

Weave – im Zickzack durch die Beine laufen

Beim Weave im Zickzack durch die Beine laufen
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Das Kommando „Weave“ bedeutet, dass Ihr Hund im Zickzack zwischen Ihren Beinen hindurchlaufen soll. So funktioniert das Trick-Training: Lassen Sie Ihren tierischen Tanzpartner neben Ihrem linken Bein absitzen. Nun machen Sie mit dem rechten Bein einen großen Schritt nach vorne. Halten Sie Ihrem Haustier dann ein Leckerli vor die Nase und locken Sie ihn durch Ihre Beine hindurch. Sagen Sie „Weave“, sobald er Ihrer Aufforderung nachkommt. Anschließend wiederholen Sie die Übung seitenverkehrt (Ihr Vierbeiner sitzt neben Ihrem rechten Bein, Sie machen mit dem linken Bein einen Schritt nach vorne).

Tipps für fortgeschrittene Tänzer – so stellen Sie eine Dogdancing-Kür zusammen

Wenn Ihr Hund bereits einige Dogdancing-Tricks beherrscht, können Sie die einzelnen Elemente zu einer Tanzkür zusammenstellen, welche natürlich musikalisch untermalt wird. Bitte beachten Sie: Der Takt der Musik muss zum Schritttempo von Mensch und Tier passen, anderenfalls wirkt ein Tanz nur wenig harmonisch.

Diese sowie weitere Tricks Ihrer Wahl können Sie mit Ihrem Liebling einstudieren und anschließend (in beliebiger Reihenfolge) in die Kür einbauen:

  • Fußarbeit: vorwärts, rückwärts und seitwärts
  • Sprung über ein ausgestrecktes Bein
  • Pfötchen geben
  • Männchen machen
  • Rolle
  • Kriechen

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Haustier schon jetzt viel Vergnügen und gutes Gelingen beim gemeinsamen Dogdancing-Training!