fbpx
Hund beim Fressen - wichtig ist eine Ausgewogene Hundeernährung
© Tatyana Gladskih - stock.adobe.com

Ausgewogene Hundeernährung

« Welche Vitamine und Nährstoffe gehören dazu? »

Klar: Hunde sind Fleischfresser. Doch eine ausgewogene Hundeernährung muss doch noch etwas mehr bieten. Welche Vitamine und Nährstoffe im Hundefutter und in Kauartikeln wichtig sind, erfahren Sie hier.

Ausgewogene Hundeernährung beinhaltet alle Nährstoffe

Die Zusammensetzung der Nährstoffe sollte auch beim Hundefutter und bei Kausnacks möglichst ausgewogen sein. Den größten Teil machen hierbei Proteine aus, allerdings sollten auch Fette und Kohlenhydrate in ausreichender Menge vorhanden sein. All diese Nährstoffe wirken sich in der richtigen Menge positiv auf die Hundegesundheit aus, erhält der Vierbeiner jedoch zu wenig oder zu viel davon, kann sich dies ebenso gegenteilig auswirken!

Kaustange 100% Pferdehaut ca.15cm/35gr.   Rinder-Dörrfleisch Flach 15cm

Proteine: Der Grundbaustein jedes Lebewesens

Proteine werden auch Eiweiße genannt und sind für jegliches Lebewesen unverzichtbar – so auch für Hunde. Diese Makromoleküle befinden sich in jeder einzelnen Zelle und können aus vielen unterschiedlichen Atomen aufgebaut sein. Dort sind sie unter anderem am Zellaufbau und -erhalt beteiligt und unterstützen zudem die Umwandlung von Glukose in Energie. Wie Sie sehen, sind Proteine essenziell für eine ausgewogene Hundeernährung. Das Gute hierbei ist: Proteine finden sich in großen Mengen in Fleisch – dem Hauptnahrungsmittel für Hunde. Eben deshalb sollte die Hundenahrung möglichst reich an Fleisch sein, sodass der Proteinbedarf der Fellnasen gedeckt wird. Dieser liegt übrigens bei adulten Tieren bei rund 24 Gramm täglich, wohingegen Welpen mit 56 Gramm täglich einen erhöhten Proteinbedarf haben.

Frauchen füttert Hund mit Fleisch - essenziell für eine ausgewogene Hundeernährung
© highwaystarz – stock.adobe.com

Fette und Fettsäuren

Neben Proteinen sollte eine ausgewogene Hundeernährung auch immer reich an Fetten und Fettsäuren sein. Denn im Gegensatz zu uns Menschen vertragen die Vierbeiner Fette auch in größeren Mengen sehr gut und beziehen davon auch einen beachtlichen Teil ihrer Energie. Fette sind jedoch nicht nur gute Energielieferanten, denn sie sind auch an der Zellstruktur beteiligt und fördern den Stoffwechsel. Nicht zu vergessen ist natürlich, dass sie als Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K dienen. Da sie auch eine wichtige Rolle im Hundeorganismus einnehmen, ist auch hier der Tagesbedarf unbedingt zu decken: Erwachsene Tiere benötigen rund 14 Gramm Fett täglich und Welpen etwa 21 Gramm. Fette finden sich sowohl im Fleisch als auch in Fisch und Ölen. Insbesondere Fischöle, wie beispielsweise Lachsöl, gelten als besonders gesund und dürfen gerne in die Hundeernährung integriert werden.

Hund frisst Fisch - Teil einer ausgewogene Hundeernährung
© manushot – stock.adobe.com

Wie wird der Tagesbedarf auf das Futter umgerechnet?

Innerhalb der EU sind Futtermittelhersteller dazu verpflichtet, das Hundefutter zu deklarieren. Dementsprechend können Sie sowohl bei Trocken- und Nass als auch bei Kauartikeln und Leckerlis immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung werfen. In der Regel findet sich auf dem Futtermittel auch eine empfohlene Fütterungsmenge, an der Sie sich orientieren können. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, schauen Sie sich den Rohfett- und Rohproteingehalt des Hundefutters an. Nehmen wir hierzu als Beispiel eine 400 Gramm Hundefutterdose mit einem Rohproteingehalt von 11% und einem Rohfettanteil von 6%. Das bedeutet, dass das Futter 44 Gramm Proteine und 24 Gramm Fett enthält. Da ein erwachsener Hund nur etwa 24 Gramm Protein täglich erhalten sollte, sollten Sie ihm nicht mehr als die Hälfte der Dose füttern.

Trainingssnacks Pferdefleisch    Mini - Hirschwurst ca. 4cm - 5 gr.

Kohlenhydrate

Während viele Zweibeiner vermehrt auf Kohlenhydrate verzichten, sind diese für unsere Haustiere enorm wichtig. Denn Kohlenhydrate liefern ebenfalls Energie und fördern die Leistungsfähigkeit der Tiere. Nicht selten macht sich eine Unterversorgung von Kohlenhydraten daher in einem verminderten Bewegungsbedürfnis bemerkbar. Doch nicht nur die Vitalität kann durch eine Kohlenhydratunterversorgung beeinträchtigt werden, denn auch die Verdauung kann hierdurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Es ist daher ratsam, auch Kohlenhydrate in das Hundefutter zu integrieren. Am besten eignen sich hierfür gute Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Vollkornmehl oder Vollkornreis sowie verschiedene Gemüsesorten.

Auch Kohlenhydrate sind für den Hund wichtig - sie sind zum Beispiel reichlich in Gemüse vorhanden
© DM7 – stock.adobe.com

Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung für den Hund

Mit den Nährstoffen allein ist es noch nicht getan, denn auch Vitalstoffe sind für eine ausgewogene Hundeernährung essenziell! Sie sind an den unterschiedlichsten Funktionen im Hundekörper beteiligt und nehmen daher eine wichtige Rolle in der Hundegesundheit ein. Das Gute hierbei ist, dass die meisten Fertigfuttermittel diese Stoffe bereits in der richtigen Menge enthalten. Deshalb ist es in der Regel nicht erforderlich, Vitaminpräparate zusätzlich zuzuführen.

Fettlösliche Vitamine

Zu den fettlöslichen Vitalstoffen zählen die Vitamine A, D, E und K. Diese können vom Hund in beachtlichen Mengen im Körper gespeichert werden und übernehmen dort wichtige Aufgaben. Das Vitamin A ist beispielsweise für die Stärkung der Abwehrkräfte zuständig und fördert zugleich das Sehvermögen. Vitamin D ist an der Regulierung des Kalziumhaushaltes beteiligt und für das Knochenwachstum essenziell. Deswegen haben Jungtiere einen höheren Bedarf an Vitamin D, weshalb diese öfter Fisch oder Eigelb fressen sollten. Um Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen und die Energieproduktion zu unterstützen, ist das Vitamin E verantwortlich. Dieses können Sie für eine ausgewogene Ernährung über pflanzliche Lebensmittel zuführen, aber auch in Form von vegetarischen Kausnacks wie beispielsweise Cerea Igel. Zu guter Letzt darf Vitamin K nicht fehlen, denn dieses ist unter anderem für eine gesunde Blutgerinnung wichtig. Hierfür eignen sich beispielsweise Rinderleber und Pferdeleber aber auch Kausnacks vom Fisch.

Cerea Schweineohren | vegetarisch Dorade-Filet

Wasserlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitalstoffe werden im Hundekörper nicht gespeichert, sondern über den Urin ausgeschieden. Deswegen ist es erforderlich, diese regelmäßig über das Hundefutter zuzuführen. Hierzu zählen unter anderem Vitamin B, C und H – wobei vor allem das Vitamin B wichtig ist. Denn dieses ist an wichtigen Aufgaben im Hundekörper beteiligt – von der Cholesterinbildung bis hin zum Stoffwechselablauf und der Blutbildung. Sie können es problemlos über das Futter zuführen, denn es ist unter anderem in Fleisch, Fisch, Innereien und Vollkornprodukten enthalten. In diesen Nahrungsmitteln findet sich zugleich auch Vitamin H (Biotin), das sich positiv auf den Protein-, Kohlenhydrat-, und Fettstoffwechsel und somit auf die Vitalität des Hundes auswirkt. Ob Ihr Haustier genügend Biotin erhält, können Sie unter anderem an einem glänzenden Fell erkennen.

Ähnlich wie der Mensch braucht auch der Hund eine ausgewogene Ernährung
© exclusive-design – stock.adobe.com

Ausgewogene Ernährung ist wichtig für Hunde

Eine ausgewogene Ernährung ist für den Vierbeiner ebenso wichtig wie für uns Zweibeiner. Die Ernährung sollte zwar zum Großteil aus Fleisch bestehen, aber eben nicht nur. Die Vierbeiner benötigen ebenso Fette sowie Kohlenhydrate und profitieren ebenfalls von einer vitaminreichen Ernährung. Letztendlich ist das Zusammenspiel all dieser Stoffe entscheidend, um eine ausgewogene Ernährung für die Fellnasen sicherzustellen.