Wie viel Fleisch braucht ein Hund? Die Fleischmenge bestimmen

Die optimale Fleischmenge für Hunde richtet sich nach Größe, Alter und Aktivität des Vierbeiners

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Das Stück Fleisch liegt bereits auf der Küchenwaage, dennoch nagt die Unsicherheit: Reicht die Menge wirklich? Beim Selbstkochen und Barfen ist es gar nicht immer so leicht, die richtig Fleischmenge für den Hund zu treffen und ihn mit allen Nährstoffen zu versorgen. Denn in die Berechnung spielen die Größe, das Alter und die Aktivität Ihres Vierbeiners mit hinein. Wir erklären Ihnen, wie viel Fleisch Ihr Hund täglich braucht.

Wie viel Fleisch am Tag? Vom Futterbedarf zur Fleischmenge

Der Reihenfolge nach: erst die Gesamtmenge, dann der Fleischanteil. Wie viel ein Hund am Tag überhaupt frisst, richtet sich nach Körpergewicht, Alter und Aktivität.

Der Richtwert: bei einem gesunden erwachsenen Tier sind das grob zwei bis drei Prozent seines Gewichts.

Den genauen Futterbedarf rechnet Ihnen unser Ratgeber zur Futtermenge für Hunde vor. Die Fleischmenge ist davon nur ein Ausschnitt, den Sie selbst für Ihren Vierbeiner in der Hand haben.

Wie hoch sollte der Fleischanteil im Hundefutter sein?

Beim Barfen gibt es gute Faustzahlen, wie die Fleischmenge beim Futter zusammengesetzt sein sollte. Grob gilt für einen gesunden erwachsenen Hund die sogenannte 80-20-Regel: rund 80 Prozent tierische Zutaten, 20 Prozent pflanzliche. Vom tierischen Teil ist ungefähr die Hälfte reines Muskelfleisch. Auf die komplette Tagesration hochgerechnet, macht dieses etwa 40 Prozent aus.

Bei fertigem Futter nimmt Ihnen der Hersteller diese Rechnerei bereits ab: Der Fleischanteil ist bereits stimmig eingestellt.

Fleischmenge für Hunde nach 80-20-Regel bestimmen

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Wie viel Gramm Fleisch dürfen Hunde essen – roh und gekocht?

Jetzt kommen wir zur Grammfrage. Vorab sollten Sie wissen: Rohes Fleisch wiegt mehr als gegartes. Beim Garen verlieren Fleischstücke Wasser, sodass das Gewicht um rund ein Viertel bis ein Drittel schrumpft. Das heißt im Klartext: Aus 100 Gramm rohes Fleisch landen etwa 65 bis 75 Gramm im Futternapf. Der Kaloriengehalt bleibt dabei gleich. Wiegen Sie darum möglichst im Rohzustand ab und schlagen Sie den Garverlust drauf, wenn ein Rezept die gekochte Menge angibt.

Zum Mitrechnen: Ein 20 Kilogramm schwerer Hund frisst rund 600 Gramm Futter am Tag. Macht davon Fleisch 40 Prozent aus, sind es circa 240 Gramm rohes Muskelfleisch.

Ein Überblick: Fleischmenge nach dem Hundegewicht

Für alle, die es gern schwarz auf weiß haben: Die folgende Tabelle nennt für einen normal aktiven, erwachsenen Hund die grobe Tagesration und den Muskelfleischanteil daraus, jeweils roh gewogen.

Hundegewicht Tagesration (ca.) davon Muskelfleisch, roh (ca.)
5 kg 100-150 g 40-60 g
10 kg 200-300 g 80-120 g
20 kg 400-600 g 160-240 g
30 kg 600-900 g 240-360 g
40 kg 800-1200 g 320-480 g

Sehen Sie die Zahlen eher als Orientierung, denn je nachdem wie aktiv und alt ihr Vierbeiner ist, verändern sich diese Richtwerte ein Stück weit. Ruhige und kastrierte Fellnasen pendeln sich eher am unteren Rand ein, sportliche im oberen Drittel.

Muskelfleisch, Innereien und Knochen im Futternapf richtig aufteilen

Fleisch ist nicht gleich Fleisch – und Muskelfleisch allein macht noch keine gute Tagesration für Hunde aus. Ihm fehlt schlicht, was in Innereien und Knochen steckt. Deshalb teilt sich der tierische Anteil, also die bereits erwähnten 80 Prozent Fleischanteil in der Schüssel, am besten wie folgt auf:

  • 50% Muskelfleisch
  • 20 % Pansen und Blättermagen
  • 15 % Innereien wie z. B. Leber, Niere oder Milz
  • 15% rohe, fleischige Knochen

Merken Sie sich: Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf den tierischen Anteil, nicht auf die ganzen Schnüsselinhalt.

Die Innereien liefern Vitamine und Spurenelemente, die Knochen das Kalzium. Die restlichen 20 Prozent der Gesamtration im Napf füllen Gemüse wie Karotten, Kartoffel oder Rote Bete.

Welche Fleischsorten bei Vierbeinern beliebt, sortiert unser Magazinartikel Welches Fleisch für Hunde? Der große Sortenüberblick. Steht hingegen eine schlanke Kost auf dem Speiseplan, greifen Sie zu magerem Fleisch für Hunde.

Welpen und Junghunde: mehr Fleisch fürs Wachstum

Einmal geblinzelt und schon scheint es, als sei Ihr Welpe schon wieder größer als am Vorabend. Hundejunge wachsen in Windeseile und brauchen dafür eine gute Portion Futter, um den Bedarf zu decken und die wichtigen Bausteine für das Wachstum in Hülle und Fülle zu bekommen. Kein Wunder, dass sie hungriger nach Eiweiß und Energie sind als ältere Vierbeiner.

Als Richtwert für die optimale Fleischmenge für Welpen: fünf bis sieben Prozent ihres Körpergewichts, aufgeteilt auf drei bis vier Mahlzeiten am Tag. Dabei darf der Muskelfleischanteil etwas üppiger ausfallen als beim erwachsenen Hund.

Ein Punkt ist beim Nachwuchs bei roher Fütterung sehr wichtig: Da die Knochen eines Welpen noch wachsen, benötigen sie genau die richtige Menge Kalzium – nicht zu wenig und nicht zu viel. Beim Barfen kommt dieses Kalzium vor allem über die Knochen in den Futternapf. Stimmt die Menge nicht, kann das dem jungen Skelett und den Gelenken schaden. Deshalb gilt bei der richtigen Fleischmenge für Welpen: nicht nach Gefühl mischen, sondern immer nach Plan. Im Zweifel holen Sie vorab alle Infos aus der Tierarztpraxis oder von eine auf Hunde spezialisierte Ernährungsberatung.

Welpen brauchen in der Wachstumsphase eine höhere Fleischmenge als erwachsende Hunde

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Kausnacks und Leckerlis in die Fleischmenge einrechnen

Natürlich werden auch Leckerchen gerne verputzt. Und gerade naturbelassende Leckerchen bestehen oft zu 100 Prozent aus Fleisch, die Sie bei der täglichen Fleischmenge für Hunde mitberücksichtigen sollten.

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Gut zu wissen: Kausnacks und Kauartikel sowie Leckerlis sollten höchstens ein Zehntel der Tagesration ausmachen, und dieses Zehntel ziehen Sie von der Portion im Napf ab. So sammelt sich nichts heimlich an.

Bei den dicken Brocken wie Kaugeweihen und Kauwurzeln oder festen Kauknochen dürfen Sie gelassener sein: An ihnen arbeitet sich Ihr tierischer Freund tagelang ab, die Kalorien verteilen sich von selbst.

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4 typische Fehler, die Sie vermeiden sollten

Diese Fehler sehen wir bei der Zusammenstellung der Fleischmenge für Hunde immer wieder:

  1. Nur Muskelfleisch, sonst nichts: Ohne Innereien und Knochen fehlen dem Vierbeiner wichtige Nährstoffe wie Kalzium und Phosphor.
  2. Snacks, die nicht in die Tagesration einfließen: Hier ein Leckerchen, da eine Kaustange. Kausnacks summieren sich unbemerkt auf, bis Ihre Fellnase plötzlich zu viel auf den Rippen hat.
  3. Rohes Schweinefleisch: Es kann die tödliche Aujeszkysche Krankheit übertragen und bleibt für Hunde absolut tabu.
  4. Die Umstellung mit der Brechstange. Neues Fleisch und neue Menge auf einen Schlag quittiert der Magen oft mit Protest, gehen Sie darum über einige Tage langsam vor.

So finden Sie das richtige Maß

Die eine perfekte Grammzahl gibt es nicht! Die optimale Fleischmenge für Hunde ist ein Zusammenspiel aus Gesamtration, Fleischanteil und der Frage, ob sie roh oder gekocht in den Napf kommt. Behalten Sie dabei zusätzlich das Gewicht Ihrer Fellnase im Auge und tasten Sie hin und wieder die Rippen ab, um zu checken, ob Ihr tierischer Begleiter sein Gewicht hält oder zu viel oder zu wenig auf den Rippen hat.

Nach ein paar Wochen haben Sie den Dreh raus, wie viel Fleisch täglich im Futternapf landen darf und schätzen die Portion fast im Vorbeigehen richtig ein.

FAQ: Häufige Fragen zur optimalen Fleischmenge für Hunde

Wie viel Fleisch braucht ein Hund am Tag?

Die Tagesration liegt bei rund zwei bis drei Prozent des Körpergewichts. Beim Barfen ist etwa die Hälfte des tierischen Anteils Muskelfleisch, grob 40 Prozent der Gesamtration. Eine Beispielrechnung: Ein 20 Kilogramm schwerer Vierbeiner kommt so auf etwa 240 Gramm rohes Muskelfleisch.

Wie viel Gramm Fleisch pro Kilogramm Körpergewicht darf ein Vierbeiner fressen?

Als grobe Orientierung sind es 20 bis 30 Gramm Futter je Kilogramm Körpergewicht. Davon rund 40 Prozent Muskelfleisch, der Rest Innereien, Knochen und pflanzliche Anteile.

Wie viel Fleisch braucht ein Welpe?

Welpen erhalten als Richtwert fünf bis sieben Prozent ihres Körpergewichts an Futter, verteilt auf mehrere Mahlzeiten. Der Muskelfleisch-Anteil liegt anteilig ähnlich wie beim erwachsenen Hund, nur ist die Gesamtmenge höher. Wichtig ist beim Wachstum die richtige Kalziumversorgung über die Knochen.

Können Hunde sich rein von Fleisch ernähren?

Reines Fleisch aus Muskulatur ist auf Dauer unausgewogen. Denn der Vierbeiner benötigt Kalzium für die Knochen und diese stecken bekanntlich Knochen. Auch Innereien punkten mit guten Nährstoffen wie Vitamin A, Folsäure, Eisen und einen höheren Anteil an Vitamin B12. Eine artgerechte Tagesration besteht daher aus einem Mix aus Muskelfleisch, Innereien, Knochen sowie pflanzliche Zutaten wie Möhren oder Kürbis.